Lohnnebenkosten bei Gesellschafter-Geschäftsführern

Wer gilt als Gesellschafter-Geschäftsführer?

Gesellschafter-Geschäftsführer ist, wer mehr als 25% der Anteile seiner Kapitalgesellschaft innehat und gleichzeitig Geschäftsführer ist. Grundsätzlich ist man damit selbständiger Gesellschafter und bezieht Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit.

Lagen die Umsätze des Vorjahres unter einer Gesamtsumme von € 220.000, so ist es dem Gesellschafter-Geschäftsführer gesetzlich erlaubt, seine Bezüge iHv 6% des Umsatzes sowie hinzukommende Beiträge für Sozialversicherung als Betriebsausgabe in Abzug zu bringen. 

  • Diese Regelung versucht, den selbständig Tätigen Vergünstigungen wie Sonderzahlungen bei Dienstnehmern einzuräumen.


Lohnnebenkosten
  • Kommunalsteuer
  • Dienstgeberbeitrag
  • Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag

sind die Bezüge der beteiligten Gesellschafter-Geschäftsführer allerdings wie reguläre Dienstnehmer zu behandeln. Voraussetzung dafür ist die gesetzlich verankerte „Eingliederung des Geschäftsführers in den Betrieb“.

Achtung: 

Mit Bezüge sind alle sonstigen, ausbezahlten Kostenersätze wie etwa Spesen, Reisekosten, Telefonkosten, etc. gemeint, die dem Unternehmen in Rechnung gestellt werden. Ebenso unterliegt die Benützung eines Firmen PKWs der Lohnnebenkostenpflicht. Der Wert des Sachbezugs ist laut Sachbezugsverordnung anzusetzen und beträgt je nach Emissionswert des Fahrzeuges 1,5% oder 2% der Anschaffungskosten. (NEU ab 2016)

 

Befreiungen DB/DZ bei wesentlich beteiligten Geschäftsführern

Ab dem vollendeten 60. Lebensjahr des Gesellschafter-Geschäftsführers müssen die Bezüge nicht mehr zur Berechnung von Dienstgeberbeitrag und dessen Zuschlag miteinbezogen werden.

Auch in Zusammenhang der Lohnnebenkosten mit dem NeuFög darf der Gesellschafter‑Geschäftsführer die Vorteile dieser Förderung auskosten und zwar wird die Abgabe des Dienstgeberbeitrag und der Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag ebenso für den Zeitraum der Förderung befreit.

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