Erhöhung des AUVA-Zuschusses für KMUs

Haben Sie gewusst, dass die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt Ihr Unternehmen bei Entgeltfortzahlungen im Krankheitsfall der Dienstnehmer und Dienstnehmerinnen unterstützt? 

Wenn Sie im Jahresdurchschnitt nicht mehr als 50 Dienstnehmer und Dienstnehmerinnen beschäftigen, wobei die Dienstnehmer bei der AUVA versichert sein müssen, erhalten Sie von der AUVA unter vorheriger Antragstellung einen Zuschuss in der Höhe von 50% des Nichtleistungsentgelts.

Dabei gilt eine Differenzvergütung für bestimmte Personengruppen; diese betrifft

  1. verunfallte Mitglieder oder freiwillige Helfer einer Blaulichtorganisation im Sinne des § 176 Abs. 1 Z 7 lit. a ASVG während der Ausbildung, Übung oder im Einsatzfall
  2. Unfälle von Personen im Zivil-, Präsenz- oder Ausbildungsdienst während eines Einsatzes im Rahmen des Katastrophenschutzes und der Katastrophenhilfe, die eine Wiederaufnahme ihres Dienstverhältnisses verhindern.

 

Antragstellung

Zuschüsse nach Entgeltortzahlung und Differenzvergütungen werden nur auf Antrag nach Ende der Entgeltfortzahlung gewährt. Die Ermittlung der Leistungen erfolgt in der Reihenfolge der Einbringung der Anträge.

Senden Sie den vollständig ausgefüllten, unterfertigten und mit Firmenstempel versehenen Antrag per Post oder Fax bzw. als gescanntes PDF-Dokument per E-Mail an die für Ihr Bundesland zuständige Dienststelle der AUVA. 

https://www.auva.at/portal27/auvaportal/content?contentid=10007.671059&viewmode=content

Bitte beachten Sie, dass sich die AUVA das Recht vorbehält, zu Unrecht geleistete Zuschüsse und Differenzvergütungen (z. B. aufgrund unrichtiger oder unvollständiger Angaben) zurückzuholen.

Die Frist für Ihre Antragstellung beträgt 3 Jahre und beginnt mit Beginn der geleisteten Entgeltfortzahlung.

   

Wichtige Hinweise
  • Die Beihilfe wird einen Monat nach Ende des Quartals, in dem der Antrag abgegeben wurde, ausbezahlt.
  • Haben Sie das Entgelt in unterschiedlicher Höhe und/oder bei erneuter Verpflichtung wegen z.B. Jahreswechsel entrichtet, sollten Sie die Zeiten und Höhe der tatsächlichen Entgeltauszahlung aufzeichnen.
  • Um bei Unfall Anspruch auf Zuschuss zu haben, muss die Arbeitsverhinderung eine ununterbrochene Dauer von mindestens 3 Kalendertagen haben.
  • Um bei Krankheit Anspruch auf Zuschuss zu haben, muss die Arbeitsverhinderung eine ununterbrochene Dauer von mindestens 11 Kalendertagen haben.
  • Liegen einem bewilligten Kuraufenthalt eine krankheits- oder unfallbedingte Arbeitsverhinderung zugrunde, können Sie auch für diese Kosten teilweise Zuschüsse erhalten. Dies gilt für Unfälle, die nach dem 01.10.2002 stattfanden.
  • Zuschüsse werden nur für Zahlungen, die gesetzliche oder kollektivvertragliche Grundlagen haben gewährt. Diese Grundlage müssen Sie bei Antragstellung bekanntgeben.
  • Bei unfallbedingten Krankenständen ist es egal, ob es sich um einen ob Arbeits- oder Freizeitunfall handelt.


Unfallmeldung bei Arbeitsunfällen

Der Antrag auf Zuschuss nach Entgeltfortzahlung gilt NICHT als Meldung eines Arbeitsunfalles oder einer Berufskrankheit. Für diese verpflichtend zu erstattenden Meldungen ist das aufliegende Unfallmeldeformular zu verwenden. Unfallmeldung Erwerbstätige 

 https://www.auva.at/portal27/auvaportal/content?contentid=10007.671055&viewmode=content

Für Klein- und Mittelunternehmen bis zehn MitarbeiterInnen soll es eine Neuerung ab 1. Juli 2017 geben. Der Zuschuss zur Entgeltfortzahlung soll auf 75 Prozent steigen.

 

Quelle: Arbeitsprogramm der Bundesregierung 2017/2018, www.auva.at

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